Das Naturkundemuseum Freiberg wurde 1864 gegründet. Als Grundstock
diente die Sammlung des naturwissenschaftlichen Vereins, der sich in
der traditionsreichen Bergstadt eines großen öffentlichen Interesses
erfreute.
Im Jahre 1947 erhielt die Sammlung das ehemalige
Logenhaus der Freiberger Freimaurer in der Waisenhausstraße als
Domizil. Das stattliche Renaissancehaus in unmittelbarer Nähe des
Obermarktes wurde zuvor als bürgerliches Wohnhaus genutzt. Es besitzt
große repräsentative Räume, darunter im 2. Obergeschoss einen im 19.
Jahrhundert mit schlanken Innensäulen geschaffenen Saal von 140 qm
Grundfläche.
Im Mittelpunkt der ständigen Ausstellungen stehen die Mineralogie,
Botanik und Zoologie der Freiberger Region. Von besonderer Bedeutung
ist die thematische Orientierung auf den Problemkreis "Einfluß des
Freiberger Bergbaus auf die Landschaft", der u. a. die Spezifik der
Freiberger Haldenflora und den Problemkreis "Bergmännische
Wasserwirtschaft" einschließt. Im Magazinbestand des Museums befindet
sich Material aus dem Nachlass der Siebenlehener Australienforscherin
Amalie Dietrich, ein Herbarium über Hüttenrauchschäden bei Pflanzen
sowie umfangreiche Bestände in den Bereichen Mykologie und Libellen.
Langjährige Traditionen hat das Naturkundemuseum Freiberg bei
verschiedenen Formen der Öffentlichkeitsarbeit. Vorträge sowie
museumspädagogische Aktivitäten für Kinder sind Bestandteil der
Museumsarbeit. Bereicherungen für den Besucher bringen der
Museumsgarten und die Aquarien.