 Das Stadt- und Bergbaumuseum entstand im Jahre 1861 als Sammlungsstätte
des städtischen Altertumsvereins. Gesammelt wurden viele Zeugen der
Vergangenheit, gegliedert nach kirchlichen und bürgerlichen Werken. Im
Jahre 1903 bezog das Museum, das man nun König-Albert-Museum nannte,
sein gegenwärtiges Gebäude, den sogenannten Domherrenhof.
Dieser kunsthistorisch bedeutende spätgotische
Bau wurde nach dem letzten großen Freiberger Stadtbrand 1484 errichtet
und nahm bis zur Reformation im Jahre 1537 das Domkapitel auf. Seine
Erdgeschossräume besitzen heute noch ein prächtiges Netzgewölbe. Im l.
Stockwerk tragen mächtige profilierte Holzbalken die Decke. Über 300
Jahre lang - bis 1875 - beherbergte das Gebäude dann die Lateinschule
der Stadt. Sanierung und Umbau zum Museumsgebäude erfolgten um 1902.
Zu
Beginn des 20. Jahrhunderts verursachte die erste Stillegung des
Freiberger Bergbaus eine verstärkte Hinwendung zur Bewahrung
bergmännischer Altertümer. Seit dem Jahre 1926 nahm man eine
wissenschaftlich begründete Neuaufstellung der Exponate vor. Aus Anlass
der 750-Jahr-Feier der Stadt Freiberg wurde 1938 im Museum eine
umfangreiche Schau zur Geschichte und Technik des Bergbaus in
Deutschland veranstaltet. Die beginnende Ausrichtung auf die
Kulturgeschichte des Bergbaus äußerte sich in der 1939 vorgenommenen
Namensänderung in Stadt- und Bergbaumuseum.
Nach
dem 2. Weltkrieg nahm man dank dem Engagement von Heino Maedebach
schnell den Museumsbetrieb wieder auf. Er war es auch, der
1955 eine
große Ausstellung der Freiberger Sakralkunst gestaltete. In den
siebziger Jahren erfolgte eine grundlegende Neugestaltung der
Dauerausstellungen. Nach 1990 begann die grundlegende Sanierung des
Gebäudes, die nahezu ein Jahrzehnt in Anspruch nahm, sowie die
schrittweise Neugestaltung und Erweiterung der ständigen Ausstellungen.
Neben den Ausstellungen beherbergt das
Museum in seiner magazinierten Sammlung umfangreiche Stücke
spätgotischer Plastik, eine bedeutende Sammlung historischer Blank- und
Schusswaffen, sowie obersächsisches Kunsthandwerk. In der
Graphiksammlung findet sich der graphische Nachlass von Johann
Christian Klengel und der malerische Nachlass von Hugo Koerber. Die
Fotothek des Museums verfügt über mehr als 10 000 fotografische
Glasnegativplatten aus der Zeit der Jahrhundertwende der Fotografen
Reymann (Vater und Sohn) mit Bauwerken und Straßenansichten der Stadt
sowie äußerst wertvollen Aufnahmen vom Alltagsleben und dem
Arbeitsprozess der Bergleute.
Stadt- und Bergbaumuseum
Am Dom 1
09599 Freiberg
Tel.:
03731 / 2025-0
Fax:
03731 / 23197
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10:00 - 17 :00 Uhr
Einlass bis: 16:30 Uhr
Eintritspreise:
Erwachsene: 3,00 Euro
Ermäßigt: 1,50 Euro
Familienkarte: 7,00 Euro
Quelle: Stadt- und Bergbaumuseum
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