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Jacobikirche - Bergbauschäden behoben |
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Mittwoch, 22. Mai 2002 |
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Wieder Gottesdienst in der Jacobikirche  Am Pfingstsonntag wurde in der Jacobikirche nach komplizierten Bauarbeiten erstmals seit einem Jahr wieder ein Gottesdienst gefeiert. Die 1892 errichtete Kirche, Freibergs bedeutendstes neogotisches Bauwerk, war seit Pfingsten 2001 gesperrt, weil Untersuchungen der Risse im Gewölbe und an den Säulen ergeben hatten, dass sich der Bau senkt. Wir berichteten darüber schon einmal. Bohrungen bestätigten dann den Verdacht, dass die Kirche unmittelbar über einem alten Bergstolln errichtet worden war und die Gefahr eines Tagebruchs bestand. Die Kirche steht auf jenem Gebiet, in dem vor mehr als 800 Jahren der Bergbau in Freiberg anfing.
Die meisten Veranstaltungen musste PfarrerinGundula Rudloff seit der Sperrung der Kirche in die Räume der Adventgemeinde verlegen. In der Zwischenzeit wurden die Hohlräume unter der Kirche von Spezialfirmen aufgespührt und verfüllt worden. Viele Hohlräume wurden unter der Silbermann-Orgel und unter den Hauptsäulen gefunden. Bevor die Gemeinde den Gottesdienst feiern konnte, stand eine "gewaltige Putzaktion" ins Haus. Viele Gemeindemitglieder sorgten gemeinsam für eine saubere Kirche. Viele Arbeiten zur inneren Sanierung der Kirche, wie das Verputzen, werden nach Auskunft von Gundula Rudloff erst im kommenden Jahr erfolgen, weil das Bauwerk eine Zeit brauche, um zur Ruhe zu kommen. Für September sei jedoch eine Feier zur Wiedereröffnung der Kirche geplant. Seit Anfang des Jahres setzt sich auch eine "Gesellschaft zur Erhaltung der St. Jacobi-Kirche Freiberg" dafür ein, die durch die Bergbauschäden unerwartet deutlich aufwändiger gewordenen Bauarbeiten in der Kirche zu einem guten Ende kommen zu lassen. Zu ihren selbst gestellten Aufgaben gehört es, Spendengelder zu organisieren, die Geschichte der Jacobikirche zu erforschen und Vorträge darüber zu halten. Quelle: Wochenspiegel Freiberg |