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Cafè und Gondelteich zum Schwanenschlößchen |
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Dienstag, 9. Dezember 2008 |
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Der heutige Freiberger Stadtkern war im Mittelalter vollständig von Wallanlagen umgeben, von denen der Grüngürtel, Teile der Stadtmauer und die "Kreuzteiche" heute noch zeugen. Der "Untere Kreuzteich", der einst vor den Toren der Stadt lag, wurde um 1900 Anziehungspunkt für die Freiberger Bürger und deren Gäste. 1896 wurde auf dem "Unteren Kreuzteich" ein Pavillon errichtet, der später den Namen "Schwanenschlößchen" erhielt.
1896 1898
Der optische Reiz resultierte aus einer recht kleinteiligen, zum Teil verspielten Architektur, die sich verstärkt durch den Spiegeleffekt der Wasserfläche recht heiter und leicht vor der spartanischen, fast riesigen Schlossfassade als Hintergrund abhob.
1899 1901
Das "Schwanenschlößchen" - ein Holzfachwerk mit Ziegelausfachungen - wurde im Stil der Jahrhundertwende erbaut. Es stand auf Pfählen über dem Wasserspiegel des umgebenden Teiches und war nur über eine Brücke vom Land aus erreichbar.
1905 1908
Wohl damals schon wurde der Standort bewusst an diese Stelle gelegt, da viele Freiberger die im Grüngürtel entlang der zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer gelegenen Parkanlagen zum Spazieren und Erholen nutzten.
1929 1940
Gebaut wurde das Schwanenschlößchen als Restaurant. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten Freiberger Bier und Bratkartoffeln mit Spiegelei. Wer nicht in der Gaststube Platz nehmen wollte, konnte sich auf die Veranda ans Wasser setzen.
1950
Im Sommer luden Ruder- und Paddelboote zu einer Gondelfahrt über den Teich ein. Im Winter konnte man bei Grog und kandierten Äpfeln Schlittschuh laufen. So bildete der "Untere Kreuzteich" mit dem beliebten Ausfluglokal über Jahrzehnte hinweg ein gesellschaftliches Zentrum der Stadt.
Bis 1970 wurde die gastliche Stätte bewirtschaftet und erfreute sich großer Beliebtheit. An der Unterkonstruktion des Gebäudes waren jedoch beträchtliche Bauschäden aufgetreten, so dass das "Schwanenschlößchen" 1973 abgerissen wurde.
und heute
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