Montag, 21. Mai 2012
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Die Geschichte des Jäger-Bataillons PDF Drucken
Montag, 4. Mai 2009
t_jaegerkaserne.jpgVor 95 Jahren begann der Erste Weltkrieg. Am 1. August 1914 erfolgten die Kriegserklärung Deutschland (an Russland) und zugleich die Mobilmachung. Das in Freiberg stationierte 1. Jäger-Bataillon Nr. 12 erhielt am gleichen Tag den Befehl, am 5. August 1914 ins Feld zu ziehen.







Einen Tag vor Abmarsch versammelte der Bataillonskommandateur Major von Carlowitz seine Einheit auf dem Hof der Jägerkaserne an der Herzog-Ernst-Strasse, der heutigen Lessingstrasse, zur feierlichen Verabschiedung. Angetreten waren 33 Offiziere und 1269 Jäger. Wie auf dem Bild erkennbar, ist das Bataillon in Felduniform erschienen, die Mannschaft wohl bereits mit dem Feldgepäck. Alle Jäger tragen die typische Kopfbedeckung, den Tschako mit dem seitlich angebrachten Rossschweif. Oberbürgermeister Haupt hielt aus diesem Anlass eine Ansprache. Daran schloss sich ein Gottesdienst im Dom mit dem Superintendenten Lehmann an. Am Mittag des nächsten Tages erfolgten unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Abmarsch des Bataillons zum Bahnhof und die Bahnverladung.

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Einige Angehörige der Einheit, die auf dem Foto im Vordergrund zu erkennen sind, verbleiben in der Kaserne, wo sie den Kern neuer Einheiten bilden, die nicht zuletzt die erwartenden Verluste an Menschen ausgleichen sollten.

Das Jäger Bataillon war im Laufe des Krieges in Belgien, Frankreich, Albanien und Mazedonien eingesetzt. Anfang Dezember 1918 traf die Einheit in einer Stärke von 30 Offizieren und 700 Jägern wieder in ihrer Gernisionsstadt ein. In Lichtenstein wurde die Einheit umgehend aufgelöst. Im Laufe des Krieges fielen 986 Angehörige des Bataillons, 80 Personen gelten als vermisst.

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Die Geschichte des Jäger-Bataillons Nr. 12 und der Garnisionsstadt Freiberg wird im Stadt- und Bergbaumuseum vom 09. Mai bis zum 01. November eine Sonderausstellung gewidmet sein.

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Die Nutzung des Komplexes in der ehemaligen DDR

Damals erhilt das Gebäude den Namen ABF - Arbeiter- und Bauern-Fakultät "Wilhelm  Pieck". Die Arbeiter- und- Bauern- Fakultäten sind aus den Vorstudienanstalten hervorgegangen, trugen auf dem Gebiet der DDR entscheidend zur Beseitigung des Bildungsprivilegs der Bourgeoisie bei und ebneten Kindern des werktätigen Volkes den Weg zu den höchsten Bildungsstätten der Gesellschaft.
 Die ABF der Bergakademie Freiberg wurde am 1. September 1949 in der SBZ gegründet und am 1. Oktober 1949 in einem feierlichen Akt eröffnet, bei welchem der Genosse Leo Gottschalk zum ersten Direktor berufen wurde. In Anerkennung des Sieges im Wettbewerb zwischen allen Schwesterneinrichtungen in der DDR wurde der ABF Freiberg am 22.02.1951 der Ehrename „Wilhelm Pieck“ verliehen. 


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Genosse Wilhelm Pieck war in jeder Hinsicht ein vorbildlicher Betreuer und Pate. Am 14. Mai 1952 besuchte er Freiberg und natürlich auch die ABF. Eine Delegation der ABF „Wilhelm Pieck“ stattete 1952 dem Staatsoberhaupt einen Gegenbesuch ab. In den Gesprächen mit den Jungen und Mädchen wies Gen. Pieck immer wieder auf die Notwendigkeit einer umfangreichen Wissensaneignung und die Erhaltung des Friedens hin.
 Aufgrund der sich gefestigten Bildungspolitik der DDR (bürgerliches Bildungsmonopol war gebrochen, Staat verfügte über Stamm an Intellektuellen und  Funktionären) wurden 1962 die Arbeiter- und- Bauern- Fakultäten der Universitäten und Hochschulen geschlossen. Lediglich die ABF der Universität Halle- Wittenberg und die ABF Freiberg konnten ihren spezifischen Bildungsauftrag bis 1990 weiter erfüllen.
Das Hauptgebäude an der Lessingstrasse wird auch heute noch von der Bergakademie Freiberg genutzt.

 
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