Montag, 21. Mai 2012
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Kalenderblätter aus der Geschichte der TU PDF Drucken
Dienstag, 11. März 2003
Vor 250 Jahren

ImageIm 25.09.1749 wird Abraham Gottlob Werner bei Bunzlau (heute Boleslawiec, Polen) geboren. Nach Studien an der Bergakademie Freiberg (1769-1771) und der Universität Leipzig wird er 1775 als Inspektor und Lehrer an die Bergakadamie Freiberg berufen. Professor Werner wird zum Mitbegründer der wissenschaftlichen Mineralogie und Geologie. Er hält Vorlesungen über Mineralogie, Bergbaukunde, Gebirgslehre, Geognosie (Geologie), Eisenhüttenkunde, Versteinerungslehre, Geschichte des kursächsischen Bergbau und Literaturgeschichte der Mineralogie. Die erste Blütezeit der Bergakademie ist eng mit dem Namen von Werner verbunden. Eine große Schülerzahl trägt seine Lehren in alle Welt. Werner stirbt 1817. Werners Namen tragen ein Hochschulgebäude sowie eine Straße und ein Platz in der Universitätsstadt Freiberg Anläßlich seines 250. Geburtstages findet vom 19. bis 24. September 1999 an der TU Bergakademie Freiberg ein internationales Symposium statt.

Vor 250 Jahren

Im 25.09.1749 wird Abraham Gottlob Werner bei Bunzlau (heute Boleslawiec, Polen) geboren. Nach Studien an der Bergakademie Freiberg (1769-1771) und der Universität Leipzig wird er 1775 als Inspektor und Lehrer an die Bergakadamie Freiberg berufen. Professor Werner wird zum Mitbegründer der wissenschaftlichen Mineralogie und Geologie. Er hält Vorlesungen über Mineralogie, Bergbaukunde, Gebirgslehre, Geognosie (Geologie), Eisenhüttenkunde, Versteinerungslehre, Geschichte des kursächsischen Bergbau und Literaturgeschichte der Mineralogie. Die erste Blütezeit der Bergakademie ist eng mit dem Namen von Werner verbunden. Eine große Schülerzahl trägt seine Lehren in alle Welt. Werner stirbt 1817. Werners Namen tragen ein Hochschulgebäude sowie eine Straße und ein Platz in der Universitätsstadt Freiberg Anläßlich seines 250. Geburtstages findet vom 19. bis 24. September 1999 an der TU Bergakademie Freiberg ein internationales Symposium statt.
 
Vor 225 Jahren

Am 26.04.1774 wird Christian Leopold von Buch bei Angermünde (Uckermark) geboren. Als Student der Bergakademie (1790-1793) und Schüler von Professor Werner zählt Buch zu ihren bedeutensten Absolventen. Buch wurde später zum Anhänger der Theorie des Vulkanismus (gegen Werners Neptunismus gerichtet) und prägte den Begriff Leitfossil. Buch zählt zu den bedeutendsten Geologen und Paläontologen seiner Zeit. Als Privatgelehrter stirbt er 1853 in Berlin.

Vor 200 Jahren

ImageAm 19.2.1799 wird Ferdinand Reich in Bernburg geboren. Nach Studien in Leipzig, Freiberg (1816-1819), Göttingen und Paris wird er 1824 als Akademieinspektor und Bibliothekar (bis zum Ruhestand 1866) angestellt und 1827 hier zum Professor für Physik berufen. Bedeutende Forschungsleistungen, wie Temperaturmessungen in sächsischen Gruben, Fallversuche zur Umdrehung der Erde im Dreibrüderschacht bei Freiberg, Untersuchungen von Röstgasen und Hüttenrauch sowie 1863 die Entdeckung des Elementes Indium zusammen mit Hieronymus Theodor Richter, Professor für Lötprobierkunst und Hüttenkunde und späteren Direktor der Bergakademie (1875-1896).
Im Jahre 1799 werden 26 Studenten an der Bergakademie Freiberg neu immatrikuliert, unter ihnen auch zwei Norweger, ein Däne und der erste schwedische Student, namens C.A.A. Lundström. In den Jahren zwischen 1771 und 1799 kommen Studenten aus fast allen deutschen Ländern und 15 nichtdeutschen Ländern nach Freiberg: Holland, Rußland, Spanien, Schweiz, Ungarn, Österreich, Polen, Norwegen, England, Brasilien, Dänemark, Portugal, Italien, Frankreich und Schweden. Zu dieser Zeit studieren in Freiberg unter anderen Siegmund August Wolfgang Herder, Sohn des Weimarer Dichters Gottfried Herder und späterer Oberberghauptmann zu Freiberg, Friedrich von Hardenberg (Novalis), der bekannte Dichter der Frühromantik sowie Carl Friedrich Christian Mohs, der spätere Mineralogie-Professor in Freiberg und Wien und Begründer der Mohs´schen Härteskala.
 
Vor 175 Jahren
 
Am 21.11.1824 wird Hieronymus Theodor Richter in Dresden geboren. Nach seinem Studium (1843-1847) an der Bergakademie ist er als Hüttenchemiker in den Freiberger Hütten tätig. 1856 übernimmt er von seinem Lehrer Professor Plattner Vorlesungen und Übungen in Lötprobierkunst und wird 1863 für dieses Lehrgebiet zum ordentlichen Professor an der Bergakademie ernannt. 1863 gelingt ihm zusammen mit Professor Reich, beim Versuch aus der auf Halde liegenden schwarzen Zinkblende Zink zu gewinnen, die Entdeckung des Elements Indium, dessen Name von der ihm zugehörigen indigoblauen Spektralfarbe abgeleitet ist. 1873 übernimmt Richter auch die Vorlesungen über Hüttenkunde und metallurgische Probierkunst. Als Nachfolger von Direktor Professor Gustav Zeuner leitet er von 1875 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1896 als Direktor die Bergakademie. Zwei Jahre später stirbt Richter in Feiberg und wird auf dem Donatsfriedhof begraben.
 
Vor 150 Jahren

 
Im Mai 1849 nehmen Studenten der Freiberger Bergakademie, insbesondere Mitglieder der Burschenschaft Alemannia, aber auch ehemalige Bergakademisten am revolutionären Aufstand und den Barrikadenkämpfen in Dresden teil. Zu ihnen gehören u.a. Friedrich Wilhelm Gottschalk (Todesstrafe, nach den USA emigriert), Hermann Theodor Breithaupt (20 Jahre Zuchthaus, später begnadigt), Gustav Anton Zeuner (1850 begnadigt, Anstellungsverbot an sächsischen Hochschulen, später Professor an der ETH Zürich, ab 1871 bis 1875 Direktor der Bergakademie Freiberg)
 
Vor 100 Jahren

 
Im Jahre 1899 wird das Wahlrektorat an der Bergakademie Freiberg eingeführt und damit ein weiterer Schritt zur Gleichstellung mit anderen Hochschulen getan. Auf Antrag von Direktor Professor Clemens Winkler wurde am 30. Mai 1899 vom sächsischen König die Errichtung des Wahlrektorates an der Bergakademie Freiberg genehmigt. Die erste Rektorwahl am 13. Juni 1899 ergab für den Eisenhüttenkunde-Professor Oberbergrat Adolph Ledebur die Stimmenmehrheit. Professor Winkler wird auf eigenen Wunsch mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand und seine Verpflichtungen als Professor am 29. Juli 1899 aus dem Amt des Direktors der Bergakademie entlassen. Der Amtantritt von Professor Adolph Ledebur als erster Wahlrektor der Bergakademie Freiberg erfolgt am 1. August 1899 für vorerst ein Jahr .
Am 19. 6.1899 wird Otto Meißer in Apolda geboren. Nach Studium und Promotion in Jena erfolgt dort 1935 seine Berufung zum Professor für angewandte Geophysik und 1940 folgt er einen Ruf an die Bergakademie Freiberg. Professor Meißer gründet hier das Institut und die Fachrichtung für angewandte Geophysik, beides erstmalig in Deutschland. 1945 bis 1950 arbeitet er als Spezialist im Auftrage der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) und der jugoslawischen Regierung. Ab 1951 bis zu seinem Tod im Jahre 1966 wirkt Meißer wieder als Direktor und Professor für angewandte Geophysik. an der Bergakademie. Anläßlich seines 100. Geburtages findet im Rahmen des 50. Berg- und Hüttenmännischen Tages der TU Bergakademie Freiberg am 18. Juni 1999 das Agricola-Kolloquium zu seiner Würdigung statt.
 
Vor 50 Jahren
 
Im Juni 1949 erscheint die erste von vier Ausgaben der Zeitung "Der Bergstudent", die vom Studentenrat der Bergakademie Freiberg herausgegeben wird. Ab 1950 wird diese als Zeitschrift "Bergakademie" vom Rektor fortgeführt.
Am 18. November 1949 wird das "Collegium Musicum" in Freiberg gegründet. Zum 1. September 1952 kommt dieses an die Bergakademie Freiberg. Das "Collegium Musicum" ist in Freiberg das einzige Amateurstreichorchester mit Chorangliederung. In zahllosen Veranstaltungen hat es das Kulturleben an der Bergakademie und in Freiberg bereichert. Studenten haben hier ein reiches musisches Betätigungsfeld.
 
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