1813 sprengten Freiberger Bergleute die Dresdner Augustusbrücke
Während der Befreiungskrieger 1813 - 1815 spielte die mächtige Dresdner Elbbrücke eine bedeutende Rolle. Am 19. März 1813 ließ der französische Marschall Davoust zur Deckung seines Rückzuges durch Freiberger Bergleute einen Pfeiler der Elbbrücke sprengen. Die Anlegung der Pulvermine in der Brücke sollten erfahrene Sprengmeister ausführen. Nach der Sprengung fehlte exakt ein Pfeiler. Der Rest der Brücke und die umliegenden Gebäude blieben unversehrt. Der Übergang der verbündeten Preußen und Russen über die Elbe verzögerte sich dadurch um einige Tage.
Die Elbbrücke wird 1275 erstmals erwähnt. Sie war ursprünglich aus Holz, die später allmählich in einen Steinbau umgewandelt wurde. Es war ein Riesenwerk für jene Zeit. Die Stadt, die Markgrafen und die Kirche brachte die Kosten gemeinsam auf. Die Brücke war mit Zugbrücken, Gittertoren, einen Turm und Brückenhäusern versehen. In einem Haus wohnte der Zöllner. Der stärkste Umbau fand unter August dem Starken statt, was der Brücke den Namen Augustusbrücke einbrachte.
Die baufällig gewordene Brücke wurde 1910 durch die Friedrich-August-Brücke ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sie in Georgij-Dimitroff-Brücke umbenannt. Heute heißt die Brückewieder Augustusbrücke.