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Freiberg besaß früher 4 Kirchen PDF Drucken
Montag, 5. März 2001
Die alte Jacobikirche ist durch den 1263 nachweisbaren Jacobimarkt als städtische Kirche anzusehen. Hier muss es also spätestens zu dieser Zeit ein städtisches Zentrum gegeben haben. Als Marktplatz kann man den heutigen freien Platz an der Einmündung der Jacobigasse und der Terrassengasse auf die Pfarrgasse betrachten.

 

Der Jacobimarkt war ein 14tägiger Jahrmarkt, der einen Tag nach dem 25. Juli, dem Tag des Heiligen Jacobus, begann.An diesem Platz fällt heute ein turmartiges Gebäude neben der ehemaligen Klosterschenke auf. Holzuntersuchungen belegen für die unteren Stockwerke eine Bauzeit un 1240 und weisen dieses Haus damit als das dezeit älteste datierbare Gebäude Freibergs aus. Den Turmcharakter hat dieses Haus jedoch erst im 19. Jahrhundert erhalten.

Der früher geäußerten Vermutung, dass die Jacobikirche als älteste Freiberger Kirche aus der Dorfkirche von Christiansdorf hervorgegangen sei, stehen viele Argumente entgegen. Dazu gehört die völlig ungeklärte Ortslage dieses nur aus Urkunden bekannten Dorfes. Es ist auch offen, wie lange Christiansdorf als bäuerliche und eigenständige Siedlung existiert hat.

Die an den Hängen des Münzbaches angelegten Hufen wurden jedenfalls über Jahrhunderte hinweg bewirtschaftet. Mit Hinweis auf den Jacobimarkt von 1263 hatte die Jacobikirche nur bis Mitte des 13. Jahrhunderts als Dorfkirche von Christiansdorf gelten können, sofern man die Dorflage überhaupt in diesen Bereich verlegt.
 
 
 Image
Die mittelalterliche Stadt Freiberg mit den vier Kirchen innerhalb ders Stadtmauer
 
Autor: Dr. Herbert Pforr
Quelle: Freiberger Blick
 
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