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Silbermannbrief wieder da! PDF Drucken
Sonntag, 31. Juli 2011
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Silbermannbrief wieder da!
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Silbermannbrief
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t_silbermannbrief.pngVerlorenes (Mahn)Schreiben aus dem Jahre 1734 wieder im Freiberger Stadtarchiv eingelagert

 Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegswirren in ganz Ost- und Mitteleuropa sind Kunstwerke und Dokumente im Wert von zwei Billionen Schweizer Franken verschwunden. Am bekanntesten davon sicherlich das Bernsteinzimmer, aber auch eine Unzahl vonGemälden, Monstranzen, Schmuckdosen, Gobelins, Waffen, Rüstungen, Bücher usw. sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Auf dem Foto ist der verlorende Silbermannbrief zu sehen. Stadtarchivarin Dr. Ines Lorenz präsentiert das bestens erhaltene, 277 Jahre alte Schriftstück zusammen mit Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm und den Sponsoren Michael Gräßler, Geschäftsführer der Becker Umweltdienste GmbH Chemnitz sowie Dr. Indra Freyfür die Sparkasse Mittelsachsen.

Vieles liegt heute wohl unwiederbringlich verscharrt in Wäldern und Bunkern, in nicht zugäglichen Teilen gewisser Museen oder harrt in irgendeinen Privatkeller seiner Entdeckung - das politisch umstrittene Thema "Beutekunst" lässt grüßen.

Nach jahrelanger Odyssee ist nun in Freiberg ein verlorener Silbermannbrief von anno 1734 zurück. Dieser Brief, eine Mahnung (allerdings in höchster Vollendung) des genialen Orgelbauers an die Freiberger Ratsherren, wurde hier zuletzt 1939 registriert. Als 1953 der Frauensteiner Historiker Werner Müller zum Thema Silbermann recherchierte, wurde offenkundig, dass dieses Schreiben - neben weiteren Silbermann-Dokumente - fehlte.

Damit bleiben als Deutungen, dass

a) das Dokument entweder bei der Auslagerung Freiberger Kunstgüter abhanden kam, oder 

b) dass es jemand in den Nachkriegswirren mitgehen ließ.

Letzteres ist wahrscheinlicher, da der guterhaltene Brief in Wien wieder aufgetaucht ist. Denn sowohl Freiberg als auch Teile Österreichs waren lange Zeit von der Sowjetarmee besetzt gewesen. Dieser Zusammenhang dürfte 1953 wohl auch Historiker Müller klar geworden sein, Nachfragen zum Verlust hätte ihm seinerzeit sicher mehr als Ärger eingebracht.



 
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