Das Volksfeste trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen ihre äußere Erscheinungsform bewahren können, davon zeugt die Geschichte des Freiberger Bergstadtfestes. Erstmals feierten die Freiberger im Jahre 1986 aus Anlaß des 800. Jubiläums der Stadt. Seither findet das Fest ohne Unterbrechung jeweils am letzten Juniwochenende statt. Bergknappschaften aus ganz Deutschland stehen zusammen mit der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft im Mittelpunkt des Geschehens, wie Bühnenprogramme mit prominenten Gästen auf dem Obermarkt.
Das Bergstadtfest ist mit rund 100.000 Besuchern inzwischen das größte
Volksfest in Mittelsachsen. Ganz Freiberg ist an diesem letzten
Juniwochenende ein großer Festplatz. Die Menschen feiern auf dem
Obermarkt, dem Petriplatz, an der Kaue hinter dem Rathaus, am Dom und
in der Petersstraße. Die Kirchen öffnen sich den Festbesuchern zur
Teilnahme an musikalischen Darbietungen. Jung und alt, Freunde der
heiteren und ernsten Muse kommen auf ihre Kosten. Für das leibliche
Wohl ist bestens gesorgt. Allen Liebhabern echter Freiberger
Eierschecke und auch des Freiberger Bieres sollte das Bergstadtfest ein
lohnendes Ziel sein. Am letzten Tag erreicht das Fest seinen
eindrucksvollen Höhepunkt: Es beginnt mit dem Berggottesdienst und der
Bergparade und es findet seinen glanzvollen Abschluß mit einem
Barockfeuerwerk vor dem historischen Rathaus.